Der Puls der Erde

In dieser Woche findet im Mailänder Kongresszentrum das „Living Planet Symposium“, ein Treffen von Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Geowissenschaft statt. Unter Zuhilfenahme modernster Satelliten und Messtechniken aus dem All, werden sie sich austauschen, um den Puls unseres Planeten zu messen.

Zudem werden die jüngsten Forschungsergebnisse zu diversen Aspekten unseres Planeten von der Eisschmelze bis hin zur Wüstenbildung und Erwärmung der Ozeane vorgestellt.

Bereits seit längerem werden Informationen aus dem All für die Bewertung des Klimawandels, Luftverschmutzung, Nahrungsmittel- und Wasserversorung, Anstieg des Meeresspiegels sowie Katastrophenmanagement genutzt.

Diese Themen sollen nun näher diskutiert werden.

Ein besonderes Augenmerk wird der Erdbeobachtung – insbesondere Europas Copernicus-Programm- das zur Verbesserung des täglichen Lebens genutzt wird, gewidmet sein.

Präzisionslandwirtschaft, sichere Seewirtschaft, Wetterprognosen und Städteplanung, legen diesen Daten aus dem All zugrunde.

Für Schüler sieht das Symposium einen speziellen Bereich vor, in dem Versuche durchgeführt werden können, wie die Messung der Luftverschmutzung, um so mehr über die Erde und den Klimawandel zu erfahren.

Unsere Erde lebt!

(Quelle: ESA)

Werbeanzeigen

EXPO 2015 in Mailand

Wie wird sich unsere Zukunft im Bezug auf Nachhaltigkeit und Essen gestalten?
Genau dieses Thema behandelt die EXPO in Mailand. Nun befand ich mich schon mal in der Nähe und konnte nicht anders. Ich musste hin. Da ich bisher noch nie eine Messe dieser Art besucht hatte, ging ich voreingenommen an dieses Thema heran.
Ich hatte eine Weltreise vor mir, denn 145 Länder sollten vertreten sein und buhlten um Aufmerksamkeit. Map
Da erschien mir der Eintrittspreis von € 38,– geradezu als ein Schnäppchen. Zudem hoffte ich auf die Möglichkeit, dass ich die landestypischen Spezialitäten probieren könnte.

Gleich zu Beginn empfing mich Süd Korea. Gespickt mit High-Tech-Robotern, die mir erklärten, wie mein Essen aussieht, wenn ich es in der Roboter1Mitte durchschneide und wieviel Kalorien z.B. eine Zucchini hat.
Ich war gelangweilt.
Da fand ich die Art und Weise, wie man ein „Kimchi“ zubereitet schon viel spannender.

Kimchi wird in Tontöpfen zubereitet, die mehrere Monate in der Erde gelagert werden

Kimchi wird in Tontöpfen zubereitet, die mehrere Monate in der Erde gelagert werden

Kleinere Länder wie Togo, Gabun, Gambia etc., oder Yemen hatte man in einer hinteren ‚Reihe‘ zusammengelegt. Obwohl jeder seinen eigenen Eingang mit Flagge davor hatte, konnten die Länder nur mit ihren Exportschlagern aufwarten. Kakao
Von Nachhaltigkeit  leider keine Spur.

Bohne

Dafür gab es wenigstens etwas Unterhaltung. Sei es in Form von lustigen Skulpturen, oder man ließ sich von einer der Damen aus dem Yemen die Hände in Form eines Henna-Tattoos verschönern.

HennatattooAuf jeden Fall, verstanden diese Künstlerinnen ihr Handwerk!

Thailand wartete unter anderem mit landestypischer Musik und Tanz auf.
Tanz3

Auch bei den Pavillions hatten sich die Länder einiges einfallen lassen, obwohl sich mir manchmal der Sinn nicht erschließen wollte. Doch sieh selbst.

Thailand

Thailand

Malaysia

Malaysia

Basket

Die USA wartete mit ihren Food Trucks auf…

IMGP2534 IMGP2535 IMGP2537Natürlich gab es auch kurioses zu entdecken, wenn man sich mal von den Massen entfernte und in die hinteren Gefilde abwanderte.

IMGP2562

Kleidungsstück aus Bohnen und Blättern

Wurzelfrau

Die Karotte – eindeutig weiblich

Säule Holzfigur A_Man

Jetzt fragt man sich natürlich, wo bleibt da die Nachhaltigkeit? Na hier!

Die Polizia fährt Elektroauto

Die Polizia fährt Elektroauto

Oder suchst du noch nach einer Anregung, wie du die nächsten Erdbeeren schattenspendend anbringen kannst?

Erdbeerdach! Einfach in den Schatten legen und genießen! Wie Gott in Frankreich...

Erdbeerdach! Einfach darunter in den Schatten legen und genießen! Wie Gott in Frankreich…

Natürlich habe ich es nicht geschafft in ALLE Pavillions zu gehen. Einige gingen auch mit weniger gutem Beispiel voran. Leider. Rumänien war eines davon. Gelangweilte Mienen auf den Gesichtern der Hostessen, luden nicht wirklich zu einem Besuch ein. Dennoch wagte ich es, denn schließlich spielt mein Thriller, den ich zur Zeit schreibe, u.a. in Rumänien. Außer ein paar wenigen Bildern von rumänischen Künstlern und einer Pianistin, die für mich und meinen Mann in die Tasten haute, gab es dort nichts zu sehen. Ich freute mich umso mehr auf das Restaurant, doch das war „geschlossen“. Und das zur Mittagszeit…

Das beste Beispiel für die Umsetzung des Themas, bot meiner Meinung nach, Deutschland. Hier zeigte sich einmal wieder mehr, wie wir die Vorreiterrolle übernehmen.

Solarbäume

Solarbäume – so sehen sie aus. Tagsüber tanken sie Energie und versorgen sich abends mit Strom. Toll!

IMGP2529

Dafür waren die Preise im Restaurant ziemlich gepfeffert…

Den schönsten Pavillion bot Marokko. Von außen schlicht, MAROCCO

von innen …

IMGP2559

Tauchen ohne Flasche – das ist doch mal was!

Safran

Safran – das teuerste Gewürz der Welt

Windspiel

Hier werden wir mit Blüten und Duft empfangen

 

Marokko hat sich mit Nachhaltigkeit zum Thema Wasser und Wüste ein wenig mehr auseinander gesetzt, und dies mit farbenfrohen Exponaten anschaulich dargestellt.

Bei den meisten Ländern hatte ich den Eindruck, dass sie das Thema verfehlt haben.
Zudem war ich enttäuscht, dass die Länder keine „Kostproben“ ihrer landestypischen Gerichte anboten.
Wer sich einmal durch die Welt essen wollte, durfte tief in die Tasche greifen.

IMGP2477

Wenigstens war das Wasser an den Trinkstationen umsonst.
Der Clou: es gab stilles Wasser und Wasser mit Sprudel.
Also – Flasche mitbringen!
Denn Wasser benötigte ich an diesem Tag in Mengen!

Wasserstation Lieber stilles Wasser, oder mit Sprudel? Man hat die Wahl

Wasserstation
Lieber stilles Wasser, oder mit Sprudel? Man hat die Wahl

Ich war an einem Mittwoch auf der Expo. Das Gedränge hielt sich sehr in Grenzen und machte so den Besuch angenehm. Vielleicht lag es aber auch einfach nur am heißen Wetter.

EXPO 2015 in Mailand

EXPO 2015 in Mailand

Maren
(Temporal News Time Redaktion)