Der Puls der Erde

In dieser Woche findet im Mailänder Kongresszentrum das „Living Planet Symposium“, ein Treffen von Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Geowissenschaft statt. Unter Zuhilfenahme modernster Satelliten und Messtechniken aus dem All, werden sie sich austauschen, um den Puls unseres Planeten zu messen.

Zudem werden die jüngsten Forschungsergebnisse zu diversen Aspekten unseres Planeten von der Eisschmelze bis hin zur Wüstenbildung und Erwärmung der Ozeane vorgestellt.

Bereits seit längerem werden Informationen aus dem All für die Bewertung des Klimawandels, Luftverschmutzung, Nahrungsmittel- und Wasserversorung, Anstieg des Meeresspiegels sowie Katastrophenmanagement genutzt.

Diese Themen sollen nun näher diskutiert werden.

Ein besonderes Augenmerk wird der Erdbeobachtung – insbesondere Europas Copernicus-Programm- das zur Verbesserung des täglichen Lebens genutzt wird, gewidmet sein.

Präzisionslandwirtschaft, sichere Seewirtschaft, Wetterprognosen und Städteplanung, legen diesen Daten aus dem All zugrunde.

Für Schüler sieht das Symposium einen speziellen Bereich vor, in dem Versuche durchgeführt werden können, wie die Messung der Luftverschmutzung, um so mehr über die Erde und den Klimawandel zu erfahren.

Unsere Erde lebt!

(Quelle: ESA)

MediKonOne

Zum ersten Mal fand in Oldenburg die MediKonOne statt. Genauer gesagt im Klinikum Oldenburg.

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Eine Convention der etwas anderen Art: hier traf Science Fiction auf die Medizin des 21ten Jahrhunderts. Quasi eine Synthese aus Convention und medizinischem Kongress.

Wer Zeit und Lust hatte, konnte sich am Donnerstag Abend bereits vorab mit einigen Teilnehmern und Ausstellern bei einem Abendessen treffen und austauschen.

Leider war mir dieser Luxus nicht gegönnt, sodass ich erst am Samstag dort eintreffen konnte.

Auf diesem Kongress waren Freitag und Samstag die Haupttage, während der Sonntag ausschließlich dem medizinischem Fachpersonal vorbehalten war.

Im Eingangsbereich wurde ich sofort von Perry Rhodan empfangen.
Natürlich nicht in Persona …

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Immerhin ist Oldenburg fest mit Perry Rhodan verbunden…

Um 10:00 Uhr ging es auch gleich mit dem ersten Vortrag los. Mike Hillenbrand berichtete über Medizin in Star Trek und deren Einfluss in unserem Zeitalter. Unterhaltsam vorgetragen schaffte Herr Hillenbrand es mühelos, die Zuhörer aus der Morgenmüdigkeit zu holen.

Mit seinem Bericht über ein sprachgesteuertes Schreibprogramm, hatte er auf jeden Fall meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Besonders der Beginn des Vortrags, bei dem er die Filmszene darstellte, in der Scotty die Computermaus in die Hand nimmt und in diese hineinspricht … sorgte für allgemeines Amusement.

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Mike Hillenbrand

 

Als er schließlich dieses Programm noch näher erläuterte und erwähnte, dass diese Software bereits im Einsatz sei, hätte ich es am liebsten sofort gekauft!

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Auch der Vortrag von Jürgen Lautner über die Langlebigkeit in der Science Fiction war spannend gestaltet und mit vielen Illustrationen unterlegt. Zudem machte er den Zuhörern mit dem „Club der Immortalisten“ bekannt 😉

Überhaupt widmete sich die MediKonOne dem Wunsch des Menschens nach Langlebigkeit. Wie man diese erreichen könnte – nach den heutigen Möglichkeiten und der Konsequenz, wenn der Mensch plötzlich unsterblich wäre.

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Dr. Jürgen Hector – Vortrag über Perry Rhodan und die Unsterblichkeit

Wer keine Lust auf Vorträge hatte, konnte den Autorinnen und Autoren bei ihren Lesungen lauschen.

Auch Kunst interessierte kamen auf ihre Kosten, und konnten die Augen und den Geist bei den Bildern von Lothar Bauer in die Ferne schweifen lassen. Einige seiner Werke waren auf den diversen Etagen ausgestellt.

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Am Nachmittag ging es dann zur Preisverleiung.

Der Deutsche Science Fiction Club kürte die besten deutschen Science Fiction Autoren in den Kategorien „Beste Kurzgeschichte“ und „Bester Roman“, sowie die beste Science Fiction Serie und der beste Science Fiction Film.

Die Preisträger waren:

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Preisträger Bester Roman: 2. von Links: Andreas Brandhorst mit „Das Schiff“ Preisträger Beste Kurzgeschichte: 3. von Links: Frank Böhmert mit „Operation Gnadenakt“

Die Preise für die Autoren waren mit jeweils € 1.000,– dotiert und wurden von den Herren persönlich entgegengenommen. Als wäre man bei der „Oscar-Verleihung“ …

Zur beste Serie wurde „Dr. Who“ gewählt, und die Auszeichnung zum besten Film gewann:
„Der Marsianer“

Auf diesem Wege auch von mir:  Herzlichen Glückwunsch.

Eine kleine Dame hatte es mir besonders angetan. Darf ich vorstellen: Zora.

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Zora ist circa 50 Zentimeter groß, spricht alle Sprachen der Welt ;-), ist wahnsinnig gelenkig und hat ein freundliches Wesen. Sie kommt aus Belgien und wird dort bereits in diversen Krankhäusern zur Traumatherapie bei Kindern eingesetzt.
Mir haben ihre Tanzeinlagen sehr gefallen … 😀

Am Abend winkte noch der Kinofilm „Dat mokt wie gistern“ – ein Plattdeutscher Science Fiction Film – zudem Popcorn gereicht wurde.

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Wer der Plattdeutschen Sprache nicht mächtig war, konnte den Abend bei einer unterhaltsamen Diskussion „Star Trek vs. Perry Rhodan“ beiwohnen.

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Mike Hillenbrand vertrat Star Trek Herrmann Ritter vertrat Perry Rhodan

Ein unterhaltsamer Schlagabtausch und ein gelunger Abschluss!

Hier noch ein paar Impressionen:

Das Klinkum lud auch zur Podiumsdiskussion ein. Wird es in der Zukunft „Roboter“  in der Pflege geben?
Fakt ist: Personalmangel in Krankenhäusern und im Pflegebereich sind jetzt schon allgegenwärtig. Und in 10-15 Jahren erreichen die geburtsstarken Jahrgänge ein ‚kritisches‘ Alter …

In Japan ist die Zukunft bereits angekommen. Doch wie sieht es mit Deutschland aus? Werden wir Roboter als Pflegekräfte – oder gar mehr – einsetzen?
Ein spannende Diskussion mit dem klinischen Fachpersonal, einer Theologin der Ethikkommission und einem Autor ließen viel Spielraum für Fantasie.

Für einen Con-Samstag waren leider nicht sehr viele Tagesgäste erschienen. Doch so hatte man die Möglichkeit, mit den Autoren und anderen Ausstellern in Ruhe ein paar Worte zu wechseln.

Ob es daher eine MediKonTwo geben wird, bleibt abzuwarten.

Die MediKonOne – eine unterschätzte Convention mit viel Informationen für alle Science Fiction Begeisterte, ohne medizinisches Kauderwelsch.
Schade, dass es nicht mehr Besucher waren.

Ich hatte sehr viel Spaß!

Eure
Maren
(Temporal News Time Redaktion)

SpaceDays Darmstadt

Nach dem Sommerloch geht es wieder hoch her.

In Darmstadt finden am 15. und 16. Oktober 2016 die SpaceDays statt.

Organisiert wird der Event vom  SpaceDays e. V.
Der Verein ist in Darmstadt ansäßig und widmet sich der Förderung von Forschung und Wissenschaft, sowie Kunst und Kultur in den Bereichen Raumfahrt, Phantastik, Science Fiction und Fantasy.
Zusätzlich organisiert er Ausstellungen und Präsentationen u.a. im Bereich Modellbau.

Dort gibt es viele Informationen und Neuigkeiten rund um die bundesweit größte Modellbauausstellung die sich mit Science Fiction, Fantasy und Raumfahrt beschäftigt.

Jeder Besucher erhält eine Spacedays-Tüte ToGo mit reichlich Informationsmaterial rund um die phantastische Szene, sowie die Teilnehmerkarte an einem Gewinnspiel ‚Trans Galactic Tours‘, das mit attraktiven Preisen winkt.

Auch der Eintrittspreis kann sich sehen lassen.

  • Erwachsene: 5,00 € / Tag
  • Kinder & Jugendliche: (6 – 17 Jahre):  2,50 € / Tag
  • Familienticket: 12,50 € (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder) / Tag
  • Passend Kostümierte & Kinder bis einschliesslich 5 Jahre bzw. bis Lichtschwertgröße haben freien Eintritt.

 

Der Veranstaltungsort ist die

TU Darmstadt Mensa Lichtwiese
Alarich-Weiss-Straße 3
64283 Darmstadt

Ich wünsche allen Besuchern viel Spaß!

 

Mars unter Verdacht

T. N. T. NEWS

Eine Sonde macht sich auf, zum Roten Planeten.

Die Sonde Exomars bereitet sich auf ein schwieriges Manöver im Weltraum vor.
Wird sie es schaffen? Die Spannung steigt.
Damit die Sonde in Richtung Mars geschickt werden kann, muss die Raketen-Oberstufe mehrmals gezündet werden.

Allgemeines Aufatmen. Die Trennung ist geglückt!

Der deutsche Physiker Thomas Passvogel erklärt, was jetzt auf die Sonde zukommt:

„Wir führen alle Tests durch, um sicherzugehen, dass wir die Sonde wirklich unter Kontrolle haben. In den folgenden Wochen testen wir alle Instrumente, alle Funktionen der Sonde und die große Antenne für die Kommunikation mit der Erde. Alles muss getestet werden, und es muss in dieser Phase geschehen. Dann entfernt sich die Sonde immer mehr bis wir ein letztes Mal den Kurs überprüfen und sie in Richtung Mars schleudern.“

Die ExoMars ist eine von zwei Sonden. Sie hat den Auftrag in der Atmosphäre des Roten Planeten nach Methan suchen. Dass es dort Methan gibt, ist sicher. Man will herausfinden, von wo aus der Mars das Methan absondert.

(Quelle: ESA)

Der Mars steht auch unter Verdach, salziges Wasser zu führen.
Neueste Forschungen zeigen, dass es Spuren von Salz auf dem Planeten gibt, das möglicherweise durch Wasser hinterlassen wurde.
Es ist nicht mit Kochsalz zu vergleichen, sondern eher mit einer Salzart, die man zum Bleichen verwendet.
Diese Salzart fördert jedoch nicht das Leben …

ExoMars hat natürlich auch eine Kamera an Board. „CaSSIS“ soll topographische Bilder vom Planeten machen. Natürlich in Farbe und mit einer Auflösung – sie löst aus 100 km Höhe Strukturen in PKW-Größe auf -, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat.

Im Oktober soll ExoMars den Roten Planeten erreichen. Dann wird die Hauptsonde in der Umlaufbahn bleiben und den kleinen Lander ‚Schiaparelli‘ zur Oberfläche schicken.
Während er die Atmosphäre durchquert, wird ein Profil von dieser erstellt. So werden die Wissenschaftler in der Lage sein, das Klima auf dem Mars besser zu verstehen. Währenddessen wird die Hauptsonde die Atmosphäre von der Umlaufbahn aus untersuchen.

All dies dient nur der Antwort nach einer Frage: Gibt es oder gab es bereits Leben auf dem Mars?

Wir werden uns wohl noch bis Oktober gedulden müssen. Danach werden wir vielleicht schlauer sein.

Maren
(Temporal News Time Redaktion)

Normal rules don’t apply…

Dieses Zitat glaube ich gern, wenn ich mir die Mode von Iris van Herpen  ansehe.

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Selten habe ich so innovative, spannende, faszinierende, atemberaubende und sogar tragbare Mode aus den unterschiedlichsten Materialien gesehen.

Einfach nur WOW!irisvherpenaw0910-238

Hier finden Gummireifen, Tonbänder und Co. ihre letzte Ruhestätte in einem neuen Dasein im Haute Couture Style.
Wer kann das schon von sich behaupten?

Die Materialien, die Iris van Herpen für ihre Kreationen verwendet, bedürfen einzigartiger Behandlungen, bevor sie zu einem Kleidungsstück verarbeitet werden können. Aus diesem Grund arbeitet die Designerin oft mit anderen Künstlern, Wissenschaftlern und mit der Forschung zusammen, um ihre Ideen umzusetzen. Ein spannender Prozess, der seinesgleichen sucht.

refinerysmokess09bs-001Iris van Herpen möchte den Charakter und die Emotionen einer Frau mit ihren Kreationen zum Ausdruck bringen.Iris0108-043

Ihre Ideen im Zusammenhang mit den verwendeten Materialien lassen uns einen Blick in die Zukunft werfen.

Sollte ich einmal einen Science-Fiction Film drehen, wäre Iris van Herpen meine favorisierte Designerin.

Sogar Taylor Swift und Björk gehören bereits zu ihren Kundinnen.

Der Marie-Claire Prix de la mode, den sie 2015 als beste holländische Konzeptdesignerin erhielt, ist nur einer neben vielen anderen Auszeichnungen, die sie seit ihres Schaffens erhielt.Iris0108-021

Neugierig geworden? Dann schau einfach auf ihrer Homepage Iris van Herpen vorbei.

Du wirst fasziniert sein!

(Fotos : © Warren Du Preez and Nick Thornton Jones)

A310 ist bereit für die Schwerelosigkeit

Die erste wissenschaftliche  Forschungsreihe zur Einweihung des neuen Flugzeugs wird am 5. Mai starten, als Kooperation der drei wichtigsten Forschungspartner der Firma Novespace: der ESA, der französischen Weltraumagentur CNES und dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt, DLR.

Der neu ausgestattete Airbus A310 ist bereit für seinen ersten Flug für die Forschung in der Schwerelosigkeit.

Trotz seines Gewichts von bis zu 157 Tonnen können speziell trainierte Piloten das Flugzeug in einen Winkel von 40-50° steuern und so kurze Perioden der Schwerelosigkeit erzeugen. Auf der Spitze jeder geflogenen Kurve gleichen sich alle Kräfte auf Passagiere und Gegenstände an Bord der Maschine aus und bringen sie und auch das Flugzeug selbst durch den freien Fall in einen Zustand der Schwerelosigkeit.

Zero-G A310

Zero-G A310

Jedes Mal, wenn die Maschine steigt und wenn sie nach einem Abstieg wieder hochzieht, wirken die Kräfte auf Passagiere und Gegenstände in diesem A310 beinahe zweimal so stark wie bei normaler Schwerkraft – eine Person, die auf der Erde 80 Kilogramm wiegt, wird sich während etwa 20 Sekunden fühlen, als wiege sie 160 Kilogramm.

Die Möglichkeit, praktische Experimente in der Schwerelosigkeit und Hypergravitation durchführen zu können, zieht Forscher verschiedener Disziplinen an, darunter Biologie, Physik, Medizin und angewandte Wissenschaften.

Die meisten Sitze wurden ausgebaut, um so viel Raum wie möglich im Inneren zu schaffen. Gepolsterte Wände sorgen für eine weiche Landung der Forscher – denn die Änderungen der Schwerkraft können schon mal hart zu nehmen sein –  es handelt sich ja nicht um eine Kreuzfahrt.

Bei den Experimenten geht es um das Verstehen, wie Menschen Objekte in verschiedenen Gravitationszuständen fühlen; Untersuchungen, wie das menschliche Herz und die Aorta reagieren; das Testen von neuem Equipment für die Internationale Raumstation; das Ausprobieren von neuen Techniken zum Start von Nano-Satelliten; eine Untersuchung, ob pharmazeutische Mittel ohne Schwerkraft funktionieren werden; das Verstehen von Staubwolken in unserem Sonnensystem und das Entstehen von Planeten sowie das Forschen an möglichen Triebwerken für Mars-Flugzeuge.

(Quelle: ESA)

Maren
Temporal News Time Redaktion