Déjà Vu?

T. N. T. NEWS

Ich hatte keine Erwartungen, und die wurden erfüllt.

Star Wars VII – Das Erwachen der Macht, hat viele Mächte auf den Plan gerufen, die ordentlich die Werbetrommel geschlagen hatten.
Natürlich bin auch den Buschtrommeln gefolgt und habe es mir nicht nehmen lassen, eine Premierenkarte zu besorgen.
Mit 20 Freunden einen Kinoabend zu erleben, ist ein Erlebnis.

Einige kamen sogar in Kostüm, was dem Kino etwas Flair verlieh und für rege Fotosessions sorgte.

Doch nun zum Film. Hat es sich gelohnt?

Wenn ich an 3D-Filme denke, schießt mir sofort der Film Avatar in den Kopf. Seine 3D-Technik scheint, was das Kinovergnügen anbelangt, bisher unerreicht.
Ich hatte dem Disney-Konzern etwas mehr Stolz bei der Arbeit zugemutet.
Leider waren häufig die Ränder auf der Leinwand unscharf.
Weshalb ich deswegen nun mehr bezahlen sollte, will sich mir noch immer nicht erschließen. Da hätte ich den Film doch lieber in 2D geschaut – dann aber mit scharfen Rändern.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sich aber des Vergnügens nicht berauben lassen möchte, sollte nun NICHT mehr weiterlesen.

SPOILERALARM!

Ein Highlight war Harrison Ford. Ihn in dieser Rolle als etwas gealterten Han Solo zu sehen, war ein wahrer Genuss an Schauspielkunst.

Auch Chewbacca war wieder flauschig anzusehen, und seine kleinen Neckereien mit Han Solo einfach nur köstlich.

Enttäuscht war ich vom Widersacher der dunklen Seite.
Kylo Ren (gespielt von Adam Driver) ist ein blasser Schatten gegen Darth Vader. Nun mag man sagen, er muss ein großes Erbe antreten. Wer sich mit dem Star Wars Universum auskennt, weiß das. Als Schauspieler sollte man da schon eine bessere Recherche betreiben. Allerdings muss ich zugeben, dass die Enttäuschung erst kam, als er die Maske absetzte, und Mimik vom Schauspieler verlangt wurde. Die war fast bis gar nicht vorhanden.

Davor war das Universum für mich noch in Ordnung.

Der neue, kleine Held ist eindeutig BB-8. Er wäre ein hervorragendes Maskottchen für die nächste Fußball-WM! Da würde sogar jeder, der Anti-Fußball eingestellt ist, Lust bekommen, das Spiel zu verfolgen.

Rey (gespielt von Daisy Ridley) wird wohl die neue Jedi-Heldin werden. Ganz dem heutigen Zeitalter angepasst, ist sie eine junge, starke Frau, die gerade ihre Jedi-Kräfte entdeckt , und ohne Hilfe weiß, wie sie diese einsetzen kann.

Gut gefallen hat mir die Idee, endlich einmal einen Stormtruppler mit „Gewissen“ einzuführen. Finn (gespielt von John Boyega) macht eine gute Figur und lässt auch den Humor nicht vermissen.

Sehr gut gefallen hat mir auch Poe Dameron (gespielt von Oscar Isaac). Er ist sehr charismatisch und trotz seiner kurzen Szenen ist er einer der wenigen Darsteller, der mir am intensivsten im Gedächtnis haften blieb. Ich hoffe, wir werden in den nächsten Teilen noch mehr von ihm sehen.

Überrascht war ich von Carrie Fisher. Anders als in den alltäglichen Hollywoodstreifen durften die Stars hier an Jahren und Erfahrung gewinnen. Alternde Schauspielerinnen sind in Hollywood ja nicht gern gesehen, und so wurde bestimmt einiges an ihr „verbessert“.
Doch das tat ihrer Rolle keinen Abbruch, sodass ihre Lea, die mit Han Solo  liiert war, glaubhaft rüberkam, und dass sie ein ereignisreiches Leben hat, und dies noch immer führt.

Mark Hamil hat in diesem Teil nur einen Cameo-Auftritt. Doch ich bin mir sicher, sein Part im nächsten Teil wird größer werden.

Wie schon eingangs erwähnt, beschlich mich das Gefühl eines Déjà-vus.
Viele Witze bezogen sich auf die „alten“ Filme. Alteingesessene Star Wars Fans wird dies erfreuen, die jüngere Generation jedoch wird damit nicht viel anzufangen wissen. Ein guter Trick, die junge Generation auch für die alten Filme begeistern zu wollen.
Allerdings erschien es mir ein wenig einfallslos, diesen Teil ebenfalls mit einem Todesstern zu spicken. Hatten wir den denn nicht schon im Teil 6?
Und wieso hatte der neue und megagroße Todesstern genau dieselbe Schwachstelle wie sein Vorgänger?
Hier stieß Hollywoods Fantasie wohl an seine Grenze, denn die Attacke auf den Schwachpunkt kam mir mehr als bekannt vor. Ebenso die Jagd dahin war sehr ähnlich angelegt.
Zudem gibt es einen neuen Sithlord. Aus welcher Versenkung er aufgetaucht ist, ist mir ein Rätsel. Selbst wenn 30 Jahre dazwischen liegen.
Schließlich wurden die größten Sithlords vernichtet…
Wie also hatte er es geschafft, sich alles unter den Nagel zu reißen?
Nicht einmal ansatzweise wurde in diesem Bezug eine Erklärung abgegeben, sodass ich mit einem riesigen Fragezeichen im Gesicht das Kino verließ.

Fazit:
Star Wars VII – Das Erwachen der Macht ist ein unterhaltsamer Film.
Er wird sicherlich dazu beitragen, dass sich die jüngere Generation für die Star Wars Geschichte interessiert und die Kinokassen weiterhin klingeln.

Enttäuschend: die 3D-Technik!
So langsam sollte bei Filmen wie Star Wars und Star Trek, die mit opulenten Bildern, Schlachten und Verfolgungsszenen protzen wollen, die Qualität wie bei Avatar zum „Standard“ werden. Dann bin ich auch bereit, einen höheren Eintrittspreis zu zahlen.
Ansonsten warte ich lieber, bis die DVD auf dem Markt kommt.

Maren
(Temporal News Time Redaktion)

 

 

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